Gartentipp - Monat September

          
           
                 

      


Gehölze und Stauden pflanzen

Endlich ist sie da: Die Herbstpflanzzeit.

Im Herbst zu pflanzen bringt einige Vorteile mit sich. Die Erde ist noch warm und feucht genug, sodass die Pflanzen gut einwurzeln und im Frühjahr einen fliegenden Start hinlegen. Zudem spart man Geld und Zeit, da der Untergrund im Herbst meist ausreichend feucht bleibt.

Die Pflanzzeit unserer wurzelnackten Heckenpflanzen reicht von September bis Mai. Aber was pflanze ich wann am besten?

Frostempfindliche Pflanzen, also die meisten Blühsträucher, sollten besser erst im März oder April gesetzt werden. Sie werden robuster wenn Sie ein Jahr Zeit zum Anwurzeln haben. Allerdings wird hierdurch Blütenpracht und/oder Wachstum nicht besonders stark sein. Zudem gibt es Pflanzen, wie zum Beispiel das sonst so robuste Efeu, das ebenfalls nach der Auspflanzung keinen Frost verträgt und deshalb erst im Frühjahr gepflanzt werden sollte. Heckenpflanzen und Stauden sollten möglichst im Herbst gesetzt werden.


Immergrüne Gehölze versetzen

Auch um immergrüne Gehölze umzupflanzen ist es jetzt die beste Zeit. Der Boden ist warm genug und hält viel Feuchtigkeit für erneutes Durchwurzeln der Pflanze bereit.

Graben Sie die Pflanze so weiträumig und tief aus, wie Sie nur können, damit der Wurzelballen möglichst unverletzt bleibt. Um ihn nicht austrocknen zu lassen, schlagen Sie ihn in Sackleinen oder Plastik ein. Achten Sie beim Einpflanzen darauf, das die Pflanze gleichtief wie zuvor ist.

Füllen Sie die Lücken um den Wurzelballen mit dem Aushub und drücken Sie die Erde behutsam mit den Stiefeln an. Wässern Sie reichlich und bringen Sie vorsoglich eine Stütze für den Strauch an und schlagen Sie die Äste und Blätter in Gärtnervlies oder Plastikfolie ein. Das verringert den Flüssigkeitsverlust über das Laub.

Steckhölzer von Rosen schneiden

Rosen werden üblicherweise durch die sogenannte Okulation vermehrt, ein ebenso schnelles wie einfaches Verfahren. Man schneidet ein Auge aus einem Edelreis und setzt es auf eine Wildrosenwurzel, die so genannte Unterlage. Und genau hier liegt auch das Problem: Immer wieder bilden sich wilde Triebe aus der Unterlage, die - wenn sie nicht rechtzeitig abgerissen (schneiden hilft nicht) werden - der Rose Nährstoffe entziehen und sie überwuchern.

Wenn Sie Steckhölzer zur Vermehrung nehmen, wird dieses Problem nicht entstehen. Wählen Sie einen etwa 30 cm langen, bleistift-dicken Trieb. Kappen Sie die Spitze und entfernen das gesamte Laub bis auf die oberen drei Blattansätze. Abschließend wird der Steckling von unten her auf ca 23 cm gekürzt. Der Schnitt sollte direkt unterhalb eines Blattknotens erfolgen.

Versenken Sie Ihre Stecklinge zu zwei Dritteln in einem durchlässigen Substat. Im kommenden Herbst können Sie die Rosen auspflanzen.
Schwere Böden

Jetzt, wo der Boden trocken ist, lassen sich schwere Böden mit hohem Lehm oder Tonanteil leichter wenden als sonst. Die Wasserdurchlässigkeit verbessern Sie durch Beimengung von grobem Sand. Arbeiten Sie außerdem organischen Dünger oder Kompost in die Erde mit ein. Im Winter können Sie das Beet unberührt lassen. Die Kälte und der Regen vollenden Ihr Werk und zerkleinern die Erdklumen zu einer fast feinkrümeligen Erde auf die Sie ideal pflanzen können.

Kletterrosen schneiden

Kletterrosen sollten nach der Blüte geschnitten werden. Schneiden Sie alles abgestorbene und kranke Holz weg und binden Sie die langen, einjährigen Ruten bogig nach oben. Sollten die Rosen im vergangenen Jahr nicht wie sonst fleißig Triebe gebildet haben, schneiden Sie die übrigen Triebe allesamt auf zwei oder drei Augen zurück. Dort wird die Pflanze im nächsten Frühjahr nachtreiben und so dichter werden. Alle sehr alten Zweige sollten möglichst ganz entfernt werden. Sollten kahle Stellen entstehen, können Sie diese durch das Biegen junger Triebe einfach schließen.

Zwiebeln und Knollen überwintern

Setzen Sie Blumenzwiebeln und -knollen in Töpfe und Kästen. Sie können die Kästen ohne Probleme mit der alten Erde bedecken, dann über den Winter brauchen die Zwiebeln keine Nährstoffe. Im nächsten Jahr sollten Sie dann aber kräftig düngen, um schöne Blüten zu erhalten.

Setzen Sie die Zwiebeln möglichst eng aneinander und zwei- bis dreimal so tief, wie sie hoch sind. Besondere Effekte erzielen Sie mit Blüten ähnlicher Farbe oder auch dichten Gruppen einer Blumenart, da die Knollen über den Winter Brutknöllchen ausbilden.

Wenn Sie die großen Zwiebeln nach unten packen, und die kleineren darüber nutzen Sie den Platz optimal und werden im Frühjahr von lustigen Variationen überrascht, die sicherlich nicht jeder in seinem Garten hat.
Rasen sanieren

Vertikutieren:
Schneiden Sie den Rasen so kurz wie möglich. Dann holen Sie die abgestorbenen Pflanzenreste mit einem Fächerbesen aus dem Grün. Für größere Flächen kann man sich im Baumarkt einen motorbetriebenen Vertikutierer ausleihen. Bekommen Sie keinen Schreck, der Rasen wird nach dem Vertikutieren furchtbar aussehen, aber er erholt sich schnell und präsentiert sich dann schöner als je zuvor.

Aerifizieren:
Der Untergrund einer Rasenfläche die viel benutzt und häufig geschnitten wird, verdichtet sich schnell. Dagegen hilft das Belüften, bzw. Aerifizieren. Stoßen Sie mit einer Gabel etwa 15 cm tief in 15-cm-Abständen in den Boden. Bei großen Flächen sollten Sie sich auch hier besser eine Maschine aus dem Baumarkt leihen.

Kopfdüngung:
Wenn vertikutiert und aerifiziert wurde, verteilen Sie eine Mischung aus drei Teilen gesiebter Gartenerde, zwei Teilen grobem Sand und einem Teil gesiebtem Gartenhumus auf der Fläche. So können die geöffneten Gartenporen nicht gleich wieder verschlossen werden und verbessert außerdem die oberste Erdschicht. Wenn Ihr Rasen etwas dünn erscheint, geben Sie der Mischung auch noch einige Grassamen dazu. Sie können eine 1-2cm dicke Schicht ausbringen und diese dann mit einem Besen oder dem Rücken eines Rechens einarbeiten.
Obstgehölze schützen und pflegen

Binden Sie gegen Ende des Monats Leimringe um die Stämmer Ihrer Obstbäume um die wandernden Schädlinge fernzuhalten.

Um Wespen aus dem Garten fern zu halten, sollten Sie das Fallobst regelmäßig aufsammeln und die Früchte im Gemüsegarten verteilen. Viele Nützlinge die wir gerne in unserem Garten haben werden sich darüber freuen.

Sie können jetzt auch mehltaugeschädigte Zweige von Apfel- und Birnbäumen schneiden. Im Herbst sind die Gehölze besonders anfällig für Pilzkranheiten und kaum ein Mittel kann bei der herbstlichen Witterung dagegen helfen. Kranke Äste bitte niemals auf dem Kompost entsorgen, sondern immer in die Biotonne um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.


Quelle:  https://www.pflanzmich.de/seiten/monatliche-gartentipps-september