Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie,
das Julius Kühn-Institut, Institut für Züchtungsforschung an Obst und
die Hochschule für Technik und Wirtschaft laden ein zum:

                                               Pillnitzer Gartentag

                           Termin: 06. Juli 2019       von 09:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Lohmener Str. 12 (Tor 3)

01326 Dresden-Pillnitz

Zum Pillnitzer Gartentag 2019 laden wir Gartenfreunde, Privatgartenbesitzer, Pflanzenliebhaber und das Fachpublikum recht herzlich auf unsere Versuchsfelder an der
Lohmener Straße 12 ein.

Unsere gartenbaulichen Ausstellungen beinhalten besondere Informationspunkte.
Fachexperten informieren hier über die neuesten Ergebnisse der angewandten Forschung
und geben Tipps für den Anbau von gesunden Pflanzen.

Versuche im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenanbau, sowie zu Baumschule, Friedhofsgärtnerei und Landschaftsbau bieten Anregungen für jeden Geschmack und Anleitung für das praktische Gärtnern.
Mit Rundgängen und Führungen werden die Besucher durch einen informativen
Gartentag begleitet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Norbert Eichkorn,  Präsident des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Prof. Dr. Marina Vogel, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dekanin der FakultätLandbau/Umwelt/Chemie
WD apl.Prof. Dr. Henryk Flachowsky, Julius Kühn-Institut (JKI), Institutsleiter des Instituts für Züchtungsforschung an Obst

Auf den gartenbaulichen Versuchsflächen finden Sie auf den ausgeschilderten Plätzen
Informationen zu folgenden Themen:
Die gute Sortenwahl bei Apfel und Birne
Beratung zum Steinobst, Kern- und Beerenobstanbau im Garten
Wie werden neue Süß- und Sauerkirschen gezüchtet
Sortenvielfalt der Himbeeren
Beratung zum Gemüsebau im Haus- und Kleingarten
Neues aus der internationalen Züchtung von Beet- und Balkonpflanzen
Forschungsthemen in der Kirschenzüchtung
Ausstellung verschiedener Krankheits- und Schädlingssymtome an
Kirschen und Himbeeren
Der Kräutergarten und der Giftpflanzengarten
Bienen- und insektenfreundliche Pflanzen für Garten und Balkon
Die gesunden Kletterrosen und Großstrauchrosen, alles ohne chemischen Pflanzenschutz
Pflegeleichte Beet – und Kleinstrauchrosen als Bienennährgehölze für den Haus- und Kleingarten
Beeindruckende Kletterpflanzen und blühende Ziergehölze für den Garten
Den Nachbarn freut es - Zäune mit Heckenpflanzen – Gehölzartenauswahl und Schnittverfahren
Pflegeleichte Bepflanzungen im Friedhofsgartenbau in heißen Sommern
Beratung zum Weinbau und Spaliere mit pilzresistenten Tafeltrauben
Antwort auf Fragen zu aktuellen Erkrankungen und Schaderregern an Gartenpflanzen im Haus- und Kleingarten

Für Essen und Trinken sorgt die Freiwillige Feuerwehr Pillnitz.    

Anfahrt
Parkplätze für Pkw und Busse sind vorhanden
Anfahrt mit Buslinie 63 bis Haltestelle „Am Schöpsdamm“

Pillnitzer Gartentag
am Samstag 06. Juli 2019 in Dresden-Pillnitz
Ansprechpartner:  Frau Christine Häbold, Abteilung Gartenbau
Telefon: + 49 351 2612-8001
Telefax: + 49 351 2612-8099
E-Mail: christine.häbold@smul.sachsen.de

Herausgeber und Veranstalter:
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden
Telefon: + 49 351 2612-0
Telefax: + 49 351 2612-1099
E-Mail: lfulg@smul.sachsen.de
www.lfulg.sachsen.de

G. Grundmann

Geschätsstelle KV


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                                                                     Altersgerechten Garten rechtzeitig einrichten

Alt zu werden, muss man akzeptieren, aber auch lernen. Die Gartenarbeit wird beschwerlicher und kostet mehr Zeit. Die nötige Zeit ist zwar da, aber das Gehen wird langsamer, das Bücken beschwerlicher. Heben, Tragen und Knien bereiten mehr Mühe – auch kann man plötzlich ohne Partner dastehen. Aber muss man deshalb gleich den Garten aufgeben? Die Abhilfe ist, den Garten rechtzeitig altersgerecht einzurichten, ihn pflegeleichter und arbeitssparender, aber auch barrierefreier zu gestalten. Dabei soll er aber auch den Erfordernissen der Kleingartenordnung entsprechen, insbesondere bezüglich des Anbaus von Obst und Gemüse auf mindestens einem Drittel der Gartenfläche.


Aus den Erfahrungen vieler älterer Gartenfreunde sollen dazu im Folgenden einige Anregungen gegeben werden.


Das Abgehen vom Grabegarten und der langfristige Übergang zum Mulchgarten reduziert jene Arbeiten, die ein Knien und Bücken erfordern. Im Grabegarten kann man bei guter Humusversorgung den Spaten durch die Gartenkralle ersetzen. Eine herbstliche Gründüngung mit abfrierenden Zwischenfrüchten spart das vorwinterliche Umgraben, im Frühjahr reicht der Grubber für die Bodenbearbeitung aus

Im Gemüseanbau gibt es viele arbeitserleichternde Anbauverfahren, wie den Anbau von Stangenbohnen statt Buschbohnen,

den Freilandgurkenanbau an einem Klettergerüst, die Aussaat mit das Vereinzeln minimierenden Saatbändern, den Anbau von Erbsen an Reisern oder von Baumtomaten, den Einsatz getopfter Pflanzen u.a.


Längere Zeit auf dem Beet verbleibende bzw. überwinternde Gemüsearten wie Brokkoli, Rosen-, Grün- und Blumenkohl und Winterporree kommen den Erfordernissen des altersgerechten Gemüseanbaues ebenso entgegen wie der Kartoffelanbau. Mit einer Erdbeerpyramide kann man Erdbeeren auf Etagen acht bis zehn Jahre in Wechselkultur anbauen. Auch der Anbau von Beerenobst und Niederstamm- bzw. Spindelobstgehölzen ist arbeitsärmer. Bodendecker und ausdauernde Blumenarten anzupflanzen, erleichtert ebenfalls die Arbeit – insbesondere, wenn diese Flächen gemulcht werden. Bedeutsam ist auch die Nutzung von Folie, Vlies und Kulturschutznetzen zur Verfrühung, zur Unkrautunterdrückung, zur Insektenabwehr und zur Vermeidung der Verschlämmung des Bodens bei Starkniederschlägen und beim Gießen mit der Kanne. Schwere Arbeitsgeräte durch leichtere zu ersetzen, ist genauso wichtig wie die Stiellänge der Gartengeräte einer aufrechten Körperhaltung anzupassen oder sich neuere Geräte wie eine Gartenkralle anzuschaffen.

Bezüglich der Wegegestaltung sollte man von vornherein auf Barrierefreiheit achten. Was man in jüngeren Jahren spielend überwindet, kann im Alter eine schwer zu nehmende Hürde sein. Und können die Beete nicht schmaler angelegt werden, um ohne Verrenken an alle Reihen heranzukommen?


Auch über die Bewässerung muss man nachdenken: Leichtere Gießkannen, hochgestellte Regentonnen, aus denen das Wasser mit eigenem Druck in den Schlauch fließt, oder ein Beregnungs- bzw. Rieselschlauch kann die schwere Arbeit des Wasserschleppens erleichtern.

Es muss also nicht nur das oft propagierte kostenintensive Hochbeet sein, das den altersgerechten Garten kennzeichnet, wenn auch schmalere Hochbeete (außer beim Gießen) den Rücken schonen können.

Am besten ist es, bereits bei der Gartenübernahme daran zu denken, dass man die Parzelle auch im fortgeschrittenen Alter noch nutzen möchte. Aber spätestens, wenn man voraussieht, dass man die körperliche Arbeit nicht mehr bewältigen wird, ist es Zeit, an eine Umgestaltung zu denken. Die erforderliche Umgestaltung des Gartens und der Nutzung beginnt man zweckmäßigerweise schon frühzeitig, wenn man die Arbeiten weitgehend noch selbst verrichten und die erforderlichen Schritte in Ruhe angehen kann.

Dass man sich im Alter seine Wohnung auch etwas anders einrichtet, ist nicht ungewöhnlich – warum sollte das im Garten anders sein, meint

 

Dr. Rudolf Trepte